Terry Evans

Eine Nachricht, die traurig stimmt: Der amerikanische Blues- und Soulsänger Terry Evans ist im Alter von 80 Jahren am 20. Januar 2018 verstorben.

Terry Evans wurde 1937 in Vicksburg, Mississippi geboren. Er war Sänger und Gitarrist und mischte die Stile Blues und Soul. Bei einem erheblichen Teil seiner Karriere wurde er von Ry Cooder unterstützt und als Sänger von diesem gerne um Mitarbeit gebeten, ebenso wie seine Kollegen Bobby King und Willie Green Jr.

Als Ry Cooder den Soundtrack zum Film "Crossroads" herausbrachte, sang Terry Evans den Titelsong. In den 1980/90er Jahren brachte er in Duo-Besetzung mit Bobby King zwei sehr gute Alben heraus: "Live And Let Live! (1988) und "Rhythm, Blues, Soul & Grooves" (1990). Es folgten sechs Solo-Alben von Terry Evans, zum größten Teil ebenfalls mit Unterstützung von Ry Cooder an der Gitarre (Blues For Thought - Puttin' It Down - Come To The River - Walk That Walk - Mississippi Magic - Fire In The Feeling). 

Zuletzt war er in Europa mit dem niederländischen Gitarristen Hans Theessink aktiv, welcher Evans bei etlichen seiner Alben als Sänger verpflichtet hatte. Die CDs der beiden befreundeten Musiker als Akustik-Duo sind immer noch erhältlich.

Hans Peter Müller

 

 

           Rudy Rotta                                                                                                                                                                        Die Nachrichten über verstorbene Bluesmusiker nehmen im Blog leider nicht ab, obwohl es mir anders lieber wäre.

Rudy Rotta war ein gern gesehener Gast bei der 12. Osnabrücker Blueslawine am 4. 3. 2006. Nun meldete das deutsche Goodtimes-Magazin am 19. 7. 2017: "Rudy Rotta, geboren am 14. 10. 1950 war einer der erfolgreichsten Bluesrocker Italiens, der viele seiner 14 Alben auch in Deutschland veröffentlichte und hier tourte. Er spielte in den 90er Jahren in den USA mit Stevie Ray Vaughan und den Fabulous Thunderbirds, managte sich selbst und feierte 2011 mit "Me, My Music And My Life" sein 40. Bühnenjubiläum. Der begeisterte Fußballer starb nach langer Krankheit am 3. 7. 2017". (Good Times, Nr. 4/2017)

Mir blieb Rudy allerdings noch wegen einer anderen Bemerkung in Erinnerung: Nach dem Konzert in Osnabrück unterhielten wir Bluesverstärker uns noch lange Zeit mit ihm im Backstage-Bereich des Hauses der Jugend. Da sagte er auf einmal: "Ibbenbürener Kalksandstein, den kenne ich, den haben wir auch mal verarbeitet." Rudy war Erbe eines Betriebes für Marmorsteinbruch, dessen Geschäft er für die Liebe zum Blues aufgegeben hatte.

Posthum erschien von Rudy Rotta am 14. 7. 2017 das Album "Volo Sul Mondo", das in intalienischer Sprache eingespielt wurde, bis auf einen Titel, der oft frenetisch in seinen Shows von Fans gefeiert wurde: "Marmor, Stein und Eisen bricht".

Rudy wollte noch gerne einmal auf einer Blueslawine spielen, was nun aber nicht mehr möglich ist.

HPM

 

 

bbb2R5A1781aGerman Blues Award für die Osnabrücker Blueslawine

Am Sonnabend, den 1. Juli konnten die Osnabrücker Bluesverstärker den "German Blues Award (GBA) 2017" in der Kategorie "Festival" erfreut und dankbar in Eurtin entgegen nehmen.

Dieser deutsche Bluespreis wird seit 2010 von der "Baltic Blues e. V.", mit seinem Organisationschef Helge Nickel, in Schleswig-Holstein verliehen. Weitere Preise richten sich u. a. an Musiker, Clubs, Medien und auch Tonträger. Insgesamt wurden neun Preise vergeben.

Außerdem wird bei dem dreitägigen Open-Air-Festival, das dieses Jahr von ca. 1000 Bluesliebhabern in Eutin besucht wurde, auch über die "German Blues Challenge (GBC)" entschieden. Hier beteiligten sich vier Bands. Gewinner wurde "Greyhound's Washboard Band" aus Bielefeld. Diese Gruppe darf nun Deutschland bei der European Blues Challenge im April 2018 in Hell, Norwegen vertreten. In die sechsköpfige Jury, national und international besetzt, wurde auch Bluesverstärker Hans Peter Müller berufen.

Die Urkunde des GBA im Bereich "Festival" nahmen für die Osnabrücker Bluesverstärker deren Vorsitzender Wolfgang Lampe, Rolf Habben und Hans Peter Müller freudestrahlend entgegen, nachdem Marianne Sydow von der "German Blues Network" eine kurze Laudatio gehalten hatte. Wolfgang Lampe ließ eine Rede folgen, in der er zweifach dankte. Einmal für die Nominierung der Blueslawine im Frühjahr durch eine Fachjury und zweitens für die Stimmen der treuen Fans beim freien Voting im April im Internet und allen anderen, langjährigen Unterstützern.

Schon 2015 waren die Osnabrücker in dieser Kategorie unter die letzten fünf gekommen und dieses Jahr hat es endlich geklappt, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Eine große Anerkennung für die bislang 23 veranstalteten Blueslawinen in Osnabrück mit internationalen Bands, heimischen Künstlern und Newcomern, die dem Publikum bekannt gemacht wurden.

Dieser Preis gibt den Osnabrücker Bluesverstärkern großen Ansporn für die Auflage im kommenden Jahr sowie für die 25. Blueslawine im Jahr 2019.

Die Preisträger waren übrigens nicht die einzigen aus ihrer Heimatstadt: Die Osnabrücker Bluesszene war noch durch die "Jimmy  Reiter Band" vertreten. Sie sorgte für das musikalische Rahmenprogramm, außerdem erhielten Reiter und seine drei Mitmusiker den GBA in der Sparte "Beste Band Award".

Nachdem am Freitag der Harmonikaspieler Mitch Kashmar und die Band von Nick Moss aus Chicago die Veranstaltung eröffnet hatten, endete sie am Sonntag mit einem Konzert der GBC-Siegerband aus Bilefeld und einem Auftritt der deutschen Band "Chilkats".

HPM

Gregg Allman, das Gründungsmitglied der Allman Brothers Band, ist am 27. Mai 2017 in seinem Haus in Savannah, Georgia, im Alter von 69 Jahren verstorben. Gregg hatte in den letzten Jahren diverse gesundheitliche Probleme, was auch wohl dazu führte, dass die Bandaktivitäten der Allmans erheblich zurückgefahren wurden. Zudem erklärten die Gitarristen Warren Haynes und Derek Trucks, sich mehr den eigenen Projekten (Gov't Mule und der Tedeschi Trucks Band) widmen zu wollen. Am 24. Januar dieses Jahres musste die Band schon einen weiteren Schicksalsschlag verkraften: Dereks Onkel, der Schlagzeuger Claude Hudson "Butch" Trucks, beging Selbstmord.Gregg Allman 2011

Vor wenigen Wochen, bei der 23. Osnabrücker Blueslawine hat der Verein "Osnabrücker Bluesverstärker e. V." große Unterstützung von euch Fans erhalten, in dem die Bands vor vollem Hause im HdJ spielen konnten.

Nun möchten wir euch ein weiteres Mal um Unterstützung bitten. Wie schon 2016 ist die "Osnabrücker Blueslawine" für den "German Blues Award 2017" im Bereich "Festivals" nominiert worden und unter die letzten fünf gekommen.

Jeder, der dieses Festival gern besucht, kann mit abstimmen. Die Abstimmung läuft vom 1. bis 23. April 2017. Man bekommt die Möglichkeit zum Abstimmen unter der Adresse http://voting.blues-baltica.de .

Dort kann man sich anmelden und bekommt danach einen Link per E-Mail zugeschickt, der den Zugriff ermöglicht. Im Übrigen kann man dann auch gleich in den Bereichen "Bands - Solo/Duo - Clubs - Tonträger - Drums - Piano und Medien" abstimmen. Dort sind auch etliche Musiker aus dem Raum Osnabrück vertreten, die sich über Unterstützung von Bluesliebhabern sicherlich freuen würden.                         Hans Peter Müller